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Der große Covermaschinen-Test | Teil 2 | Janome Cover Pro 2000 CPX #jomastylesgrossercovertest

20. April 2016

Der große Covertest – heute stelle ich Euch die Janome Cover Pro 2000 CPX ausführlich vor

Die Janome Cover Pro 2000 CPX (zur Zeit im Special-Angebot beim Nähpark mit Sonderfüßchen und Anschiebetisch) habe ich, anders als beim Bernina-Test, acht Wochen getestet. Dafür aber nicht im reinen Nähalltag, sondern ’nebenher‘, wenn es meine Zeit zugelassen hat.
Janome Cover Pro 2000 CPX
Auch die Janome kann ich nur rein subjektiv beurteilen und habe sie natürlich in den acht Wochen keinem Langzeittest unterziehen können.
Im Gegensatz zur Bernina hatte ich beim Test mit der Janome schon gleich zu Anfang arge Startschwierigkeiten. Noch im Januar hatte ich gedacht, dass ich bei meinem Covermaschinentest  beide Maschinen parallel testen könnte, habe mich dann aber aufgrund dessen für einen Einzeltest entschieden, damit ich mich mehr auf die einzelnen Maschinen konzentrieren kann.

Unsauberes Nahtbild

Auch nach der Anlaufphase haben mich das (noch) unsaubere Nahtbild und auch die hohe Fehlerstichquote (auch auf freier Strecke) auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Im reinen Nähalltag konnte ich die Cover für meine eigentlichen Näharbeiten nicht einsetzen, weil ich 1. mit der Qualität nicht zufrieden war und 2. mir die Zeit für das Einstellen der Maschine gefehlt hat.

Trotz Nadeltausch, diverser Einstellungen bei Stichlänge, Fadenspannung, Nähfußdruck und Differentialtransport bin ich trotz intensivem Testens nicht dahinter gekommen, warum die Maschine auch auf ‚freier Strecke‘ Fehlstiche produziert.

Der Maschinentausch

Das Gefühl, dass ich vielleicht doch tatsächlich eine Montagsmaschine erwischt haben könnte, beschlich mich immer mehr. Trotz des sehr kompetenten Telefonsupports vom Nähpark habe ich sie dennoch nicht in den Griff bekommen. Nach einer Woche ist die Entscheidung gefallen und wir haben die Maschinen getauscht.
Die ’neue‘ Janome hat genauso gecovert, wie ich es erwartet habe. Keine Fehlstiche auf ‚freier Strecke‘ und hat ein gleichmäßiges Stichbild bei gleichbleibendem Stofftransport. Die ‚erste‘ Janome hat hingegen gerade beim Stofftransport nicht gleichmäßig den Stoff tranportieren können. Entweder hat sie zu sehr geschoben oder zu sehr gezogen. Eine Gleichmäßigkeit war nie möglich bzw. nicht erkennbar.

Die Janome verfügt nicht nur über einen sehr breiten Durchlass, sondern auch über einen sehr ’sensiblen‘ Fußanlasser, der ein stichgenaues Covern ermöglicht. Gerade Zweiteres hat mich sehr erstaunt, weil ich das stichgenaue Nähen bis jetzt nur von der normalen Nähmaschine kannte.

Die größte Herausforderung war für mich das fehlstichfreie Covern bei gleichmäßigem Stofftransport über Nahtkreuzugen. Eine große Hilfe war für mich der brandneue und deutlich kürzere Nähfuß, der das Covern über Nahtkreuzungen erleichtern soll. Ich kann es bestätigen. Bei meinem Test an diesem Raglanshirt hat sie alle Nahtkreuzungen bei Werkseinstellung gänzlich ohne Fehlstiche gemeistert.

Ganz alleine hat sie es allerdings nicht über die Nahtstellen geschafft. Ich musste durch etwas Ziehen und Drücken nachhelfen. Dadurch konnte ich leichte Nahtunregelmäßigkeiten nicht verhindern. Auch im weiteren Test lief sie fehlerfrei drüber, aber das Nahtbild wurde an diesen Stellen nicht akkurat.

Links: Original-Standard-Fuß, Mitte kurzer Fuß, links Klarsichtfuß

 Das Einfassen mit der Janome Cover Pro 2000 CPX

An den Rand der Verzweifelung hat mich der Bandeinfasser gebracht und trotz diverser Einstellungen konnte ich kein Erfolgserlebnis verbuchen. Sicherlich lag es einerseits an dem relativ schmalen Original-Doppel-Bandeinfasser (32mm), andererseits vielleicht auch an meiner Ungeduld.

Mit meinem NoName-Einfach-Einfasser, für den man die Einfasser-Schiene sowie den verkürzten Nähfuß vom Original-Einfasser benötigt, lief es besser. Aber das ‚Spur halten‘ habe ich nur ohne Einfassstoff geschafft.

Da der Greifer bei der Janome genauso wie bei der BLCS von der rechten Seite kommt, verfügt sie über ein ähnliches bzw. vergleichbares Nahtbild. Damit ich den Coverstitch-Test nicht verfälsche bzw. damit er vergleichbar bleibt, habe ich auch bei der Janome das Garn vom Stoffmarkt verwendet. Ich habe nachgelesen, dass das Nahtbild mit Markengarn deutlich bessern sein soll. Leider kann ich es aus dem genannten Grund nicht beurteilen.
Des Weiteren habe ich bei meinem Test NICHT die schwarzen Nadeln verwendet. Mit diesen Nadel konnte ich nur fehlstichreiche Nähte verbuchen. Stattdessen habe ich die empfohlenen Nadeln von Organ verwendet.

Fehlstichfreies Covern mit der Janome Cover Pro 2000 CPX möglich?

Im Großen und Ganzen habe ich mich leider nie richtig mit der Janome anfreuden können. Sie kann dauerhaft fehlerfrei covern und schaffte es – in meinem Fall (mit Hilfe) – über Nahtkreuzungen. Aber das stetige Einstellen der Spannungen beim Wechseln bei gleichem Material von zwei auf drei Lagen sowie bei Materialwechsel würden mich PERSÖNLICH auf Dauer nicht glücklich machen. Die Glücksgefühle (ja!!!) sind beim Covern mit der Janome Cover Pro 2000 CPX leider ausgeblieben.
Ich habe bewusst keine Einstellungen, die ich bei der Janome Cover Pro 2000 CPX vorgenommen habe, hier im Test genannt, weil ich sie ständig geändert habe und musste. Sie würden euch nicht weiterhelfen. Aber es gibt ein eine brandneue Janome-Cover-Gruppe auf FB, die ich allerdings nicht persönlich kenne, wo ihr viele Tipps und Tricks für die richtige Einstellung finden könnt.
Die Janome wurde mir für meinen ganz eigenen und persönlichen Test vom Nähpark zur Verfügung gestellt. Der Test entspricht zu 100% meiner Meinung. Trotzdem muss ich den Post als *Werbung* deklarieren.

Meinen Test zur Bernina könnt ihr hier nachlesen.

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Der grosse Covermaschinen-Test | Teil 1 | Bernina L220

8. Februar 2016

Der große Covertest – heute stelle ich Euch die Bernina L220 ausführlich vor

 

Viele von Euch haben es bereits via FB und Insta mitbekommen, dass mir der Nähpark die Bernina L220 und die Janome Cover Pro 2000 cpx für meinen ganz persönlichen Covermaschinen-Test zur Verfügung gestellt hat.

Bitte beachtet, dass ich die Maschinen nur rein subjektiv beurteilen kann und dass ich natürlich durch meine eigene BLCS von Babylock voreingenommen in die Tests gestartet bin.

Jede Maschine wird von mir 4 Wochen auf Herz und Nieren getestet. Ich habe die Bernina L220 in den letzten 4 Wochen ausschließlich für alle Coverarbeiten verwendet und hatte sie quasi täglich im Gebrauch.

Vorab habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, welche Punkte mir bei einer Cover besonders wichtig sind:
– perfekte gleichmäßige Nähte, sowohl bei zwei Stofflagen als auch bei acht
– keine Fehlstiche
– akkurater Stofftransport mit gleichbleibenden Nähten über Nahtkreuzungen
– problemlose Garnverarbeitung von Stoffmarkt-Ovigarn (also Billiggarn)

– Einfassen mit Einzel- oder Doppelfaltschrägbinder

Testvorbereitungen

Bevor ich so richtig mit der Bernina L220 durch gestartet bin, musste ich erst für mich meine persönliche Grundeinstellung finden. Ich liebe ’stramme‘ Covernähte. D.h. ich mag Covernähte mit langer Stichlänge und mit wenig Schlaufen. Das bedeutet aber auch, dass meine Covernähte bei wenigen Stofflagen weniger dehnbar sind als die mit kürzerer Stichlänge. Aber darauf werde ich später noch näher eingehen.

Den Anfang macht die Bernina L220. Sie hat bei den ersten Probenähten gewonnen und mir war ein schnelles Erfolgserlebnis zum Teststart-Zeitpunkt wichtig.

 

Bei erster Betrachtung war ich sehr erstaunt, dass der Greifer von der linken statt von der rechten Seite kommt. Ich habe tatsächlich einen Moment gebraucht, um ihn überhaupt zu finden. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, dass die Bernina bereits eingefädelt geliefert wurde. So brauchte ich das Garn nur durch das Verknoten der Fäden wechseln. Puuh.

Auch der doch recht große Nähfuß hat mich im ersten Moment sehr ‚erschreckt‘. Wie soll präzises Covern mit so einem großem Fuß mit kleinem Sichtfenster möglich sein? Aber der Nähfuß hat sich als kleines Wunderwerk entpuppt. Später dazu mehr.

Die Einstellung der Bernina L220

Die Bernina L220 war schnell umgefädelt und die ersten Nähte haben mir noch nicht gefallen. Einen halben Abend habe ich benötigt, um die richtige Einstellung für mich zu finden. Sehr verwundert war ich darüber, dass die meisten Einstellungen über die Nadelfadenspannung bzw. über den Nähfußdruck erfolgen.

Letztendlich bin ich bei der Grundeinstellung geblieben und habe lediglich die Stichlänge auf 3 3/4 erhöht. So einfach, aber dafür habe ich trotzdem einen halben Abend benötigt.

Insgesamt habe ich ca. zwei Tage gebraucht, um mich an das Nähgefühl mit der Bernina L220 zu gewöhnen. Bei meiner Nähmaschine habe ich dafür übrigens über einen Monat gebraucht.

Was mir als Erstes in meinem Test und vor allem auch meinem Mann aufgefallen ist, ist die Lautstärke der Cover beim Covern. Man hört sie quasi gar nicht und sie ist mit der Lautstärke einer computergesteuerten (also nicht mechanischen) Nähmaschine vergleichbar. Auch bei mehreren Lagen und Nahtkreuzungen ’stampft‘ sie nicht durch die Stofflagen sondern arbeitet leise und akkurat weiter. Das ist ein großer Pluspunkt bei meinem Mann, der sonst meine Cover bis nach unten ins Wohnzimmer hört.

Die Testphase

Den ersten Covertest  hat die Bernina L220 ganz wunderbar gemeistert und nach ersten Fehlstichen an Nahtkreuzungen und durch das Wechseln auf die ’schwarzen‘ Nadeln (Schmetz JLX2, 90er) meistert sie die Nahtkreuzungen OHNE Probleme. Nachdem Wechseln der Nadeln kam es zu keinen weiteren Fehlstichen! Damit hat sie zwei der wichtigsten Punkten für mich bereits erfüllt.

Ich habe während meiner Testphase so gut wie alle Materialen getestet: Strickjersey, Sommersweat, sehr dünner Jersey, normaler Elasthanjersey, Lederjersey, etc.

Für alle Materialien habe ich mal mehr mal weniger die Nadelfadenspannungen angepasst und habe IMMER vorher Testnähte gecovert, um die richtige Einstellung zu finden. Die Nadelfadenspannungen sind jedoch immer im 3-5er-Bereich geblieben. Das Testen bleibt in der ‚Einnäh‘-Phase NIE aus, denn eine Cover verhält sich bereits beim Ändern der Stofflagern meistens schon anders. Ganz geschweige beim Ändern des Materials.

Der dreigeteilte Nähfuß, der mich zuerst erschreckt hat, bringt noch ein kleines feines Add-On mit: Der Nähfuß ist nicht nur ein normaler Cover-Nähfuß, sondern ist gleichzeitig auch ein Ausgleich-Fuß. D.h. gerade bei meine geliebten Schulter-, Ärmel- oder Kapuzennähte gleicht er die Höhe zwischen den Lagen recht und links vom Nähfuß perfekt aus und schafft auch Nahtkreuzungen mühelos. Das macht das akkurate Nähen noch einfacher.

Hocherfreut hat mich außerdem bei meinem Covertest, dass die Bernina L220 im Dauertest ohne Qualitätsverlust sowohl das dünne als auch das dicke ‚Billig‘-Ovigarn vernäht. Beide Garne laufen ohne Probleme durch die Maschine. Mir persönlich ist gerade dieser Punkt sehr wichtig, weil ich die Covernähte sehr gerne als Kontrast einsetze und mein Garnbestand dementsprechend wirklich hoch ist und eine Neuanschaffung von Markengarn für mich nicht in Frage kommt.

 

Der Einfasser

Immer wieder habe ich gelesen, dass viele Neu-Cover-Besitzerinnen sich für die BLCS statt für die Bernina entschieden haben, weil es für die Bernina L220 KEINEN serienmäßigen Einfasser gibt. Ich habe mich erkundigt und es gibt Original-Einfasser (Nr. 88), die für die Bernina verwendet werden können. Des Weiteren kann aber auch mit einem Adapter (wird mitgeliefert) der Noname-Einfasser von E..y.com (zum Beispiel) verwendet werden, den ich auch für meine BLCS nutze. Ihr benötigt lediglich noch zwei kleine 3,5er 3mm (danke für den Hinweis, Michael) Schrauben, um den Adapter an der Cover befestigen zu können. Das Anbringen dauert zwar einen Moment länger, aber das Ergebnis und der Preis entschädigen bei diesem Ergebnis.

Bernina L220 - JOMA-style

 

Bernina L 220 - JOMA-style

Wie weiter oben erwähnt, liebe ich stramme Covernähte. Diese werden bei Saumabschlüssen und sehr dünnem Jersey zu unelastisch. Ich behelfe mir dann meistens, auch hier sind Test-Covernähte erforderlich, durch Veränderung des Differential-Transportes. Durch das Dehnen bleibt die Naht elastisch, aber dieses erfordert auch viel Präzision beim Covern: Langsames Nähen, viel Stecken und immer wieder Nachfassen, sonst verrutschen die Stofflagen. Aber mit viel Übung gelingt auch der perfekte und elastische Saumabschluss.

Bernina L220 - JOMA-style

Fazit

Mir hat das Nähen mit der Bernina L220 sehr viel Freude bereitet, ich möchte die Erfahrung nicht missen und sie hat mir das Vermissen nach meiner BLCS wirklich schwer gemacht. Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob es die Janome Cover Pro 2000 cpx im Covertest mit der Bernina aufnehmen kann.
Wer noch mehr über die Bernina L220 erfahren möchte, dem kann ich den Youtube-Kanal von Bernina empfehlen.

#jomastylesgrossercovertest

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Der Große Cover-Test | Bernina L220 vs. Janome Cover pro 2000 cpx #jomastylesgrossercovertest

12. Januar 2016

Herzlich Willkommen bei meinem großen Covertest – Bernina L220 vs. Janome Cover Pro 2000CPX

Dass meine Cover kaputt ist, habe ich neulich bereits erwähnt. Aber dass sie so richtig richtig kaputt ist und die Reparatur wohl etwas länger dauern wird, habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnt. Das ist wirklich der allergrößte Nachteil an der BLCS: Die langen Reparaturzeiten. Diese sind für mich der persönliche Super-GAU. Ich kann mir mein Nähleben nämlich nur sehr schlecht OHNE Cover vorstellen.
Nun habe ich ein Wahnsinns-Angebot vom Nähpark erhalten und darf die beiden Topseller-Covermaschinen aus dem Nähpark-Sortiment ausgiebig testen. Die nächsten zwei Monate werde ich die Bernina L220 und die Janome Cover pro 2000 cpx genauer unter die Lupe nehmen, die Maschinen einzeln vorstellen und miteinander vergleichen.
Bernina L220

Habt Ihr Lust, mich ein wenig in meiner Testphase zu begleiten? Unter dem Hashtag #jomastylesgrossercovertest könnt Ihr mir auf Insta folgen. Tatsächlich bin ich wirklich sehr gespannt, wie die beiden sich im Covermaschinen-Test gegen meine BLCS schlagen werden.

Meinen ersten Bericht zur Bernina L 220 findet Ihr bereits hier (klick).

Bis bald,
Anja
Beide Maschinen werden mir vom Nähpark für persönliche Testzwecke zur Verfügung gestellt. Deshalb ändert sich meine persönliche Meinung zu den beiden Maschinen natürlich nicht.