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RUMS #151 mit ‘wattierter’ MAlou

3. November 2016
MAlou - JOMA-style

MAlou von Ki-Ba-Doo

Richtig schnell war leider dieser geniale Steppsweat in dunkelblau von Lillestoff am letzten Samstag bereits wieder ausverkauft. Aber die gute Nachricht ist, dass er sich bereits in der Nachproduktion befindet und bald wieder verfügbar sein wird.

MAlou - JOMA-style

Am Lillestoff-Festival-WE hatte ich das Glück, ein paar Meter von diesem wunderbaren Stepper für meinen Mann und mich ergattern zu können. Denn schon lange hatte ich genau diese MAlou vor Augen. Vielleicht behalte ich die restlichen zwei Meter aber auch ganz allein für mich, denn noch weiß der Liebste gar nicht, dass ich für ihn auch einen Vorrat angelegt habe. Bestimmt würde ihm der Steppsweat auch gar nicht stehen.

MAlou - JOMA-style

Absolute Inspiration

Kennst Du bereits den wundervollen Hiddensee-Hoodie von Nadine|Fusselline (klick)?  An dem Lille-Wochenende habe nicht nur ich diesen traumhaften Hoodie mehrfach bestaunt und begutachtet. Einfach wunderschön, liebe Nadine. Folglich habe ich mir zu Hause sofort den MAlou-Schnitt für meine Vorhaben modifiziert und die Kapuze stark abgeändert, damit sie meinem Lieblings-Hoodie-Label ähnelt.

MAlou - JOMA-style

Malou - JOMA-style

Kombiniert mit großen Ösen, vor denen ich inzwischen Dank Snappap und richtiger Technik den Respekt verloren habe, und mit einer 10 mm-Kordel steigt diese MAlou zu meinem absoluten Lieblings-Hoodie auf. Jeder weitere Hoodie wird es da sehr schwer haben 🙂 Einige weitere Sweats liegen dennoch bereit, aber zunächst benötigt der Liebste Nachschub.

MAlou - JOMA-style

MAlou - JOMA-style

Des Weiteren durften natürlich die Taschen nicht fehlen, die ich mit Snappap-Dreicken verziert habe. Zusätzlich habe ich die Taschenbeutel in der Seitennaht und an der Bündchenkante gegen das Verrutschen fixiert und damit sie nicht unnötig ausbeulen. Der Pünktchen-Jersey aus dem hiesigen Fundus bietet dabei den für mich perfekten Kontrast.

MAlou - JOMA-style

Der Trick mit den Kordelenden

Ob’s wirklich ein Tipp oder Trick ist, weiß ich allerdings nicht: Ich sichere die Kordelenden vorerst mit Tesafilm gegen das Aufdrehen. Anschließend fixiere ich das gefaltete Snappap mit Textilkleber an der Kordel und umnähe es danach mit 3-Fach-Gradstich und dem RV-Füßchen meiner Bernina B580. Die erste Wäsche hat die Kordel samt Kordelenden sehr gut überstanden. Aber ob es dauerhaft hält, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht.

MAlou - JOMA-style

Mich findest Du heute mit meiner absoluten Lieblings-MAlou natürlich wieder drüben bei RUMS!

Bis bald,

Anja


Zutaten:

Stoff: Stepp-Sweat wattiert in dunkelblau (Stepper) von Lillestoff (bald wieder verfügbar)

Schnitt: MAlou (modifiziert) in Gr. 38  von Ki-Ba-Doo|Frau Liebstes

wird verlinkt bei: Ich näh Bio, LLL, RUMS und Selbermachen-macht-glücklich

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BERNINA-Nähfüßchen-Vorstellung #4 und #5 und GIVEAWAY

12. Oktober 2016
Bernina-Nähfüßchen - JOMA-style

Heute starte ich mit einer neuen Rubrik auf meinem Blog: die Vorstellung meiner beliebtesten BERNINA-Nähfüßchen.

In loser Folge werde ich Dir hier auf meinem Blog die BERNINA-Nähfüßchen meiner B580 vorstellen und heute kannst Du sogar ein begehrtes Füßchen gewinnen. Aber später dazu mehr.

Dass ich Präzision und Perfektionismus liebe, ist Dir sicherlich bekannt. Schon immer und mit weniger bin ich nicht zufriedenzustellen. Folglich können mich schiefe Nähte oder Fehlstiche schon mal in den Wahnsinn treiben. Wirklich! Im Coverlockbereich sind schiefe Nähte schnell wieder aufgeribbelt. Aber im eigentlichen Nähmaschinenbereich sieht es ganz anders aus. Da kann das Entfernen einer schiefen, krummen oder fehlstichlastigen Naht schon mal eine halbe Stunde kosten. Für mich nicht denkbar.

Mit BERNINA und den BERNINA-Nähfüßchen habe ich die für mich perfekte Wahl getroffen. Neben Präzision und sehr hoher Durchstichkraft hat mich BERNINA zusätzlich mit der sehr großen Füßchen-Auswahl überzeugt.

Die Auswahl der BERNINA-Nähfüßchen für mein Herbstjackenprojekt

Während des Nähens meiner Herbstjacke hatte ich bereits erwähnt, dass jedes BERNINA-Nähfüßchen seine Darseinsberechtigung hat. Allerdings kenne ich längst nicht alle Füßchen.

Heute möchte ich Dir zwei Standard-Nähfüßchen vorstellen, die ich während des Nähens meiner Jacke verwendet habe. Zugegebenermaßen habe ich sie ein wenig zweckentfremdet. Trotzdem und gerade deshalb habe ich mit ihnen ein perfektes Nahtergebnis erzielt.

Das Füßchen #5 (Blindstichfuß)

Dieser Fuß ist als Standard-Füßchen bereits bei meiner B580 enthalten. Mangels Füßchen #10 habe ich dieses Füßchen bei meiner Jacke zu einem Schmalkant-Füßchen zweckentfremdet.

Bernina-Füßchen - JOMA-style

Eigentlich wird dieser Fuß, wie der Name schon sagt,  für Blindstichsäume verwendet. Ich habe ihn allerdings für das schmalkantige Absteppen der Nähte verwendet. Das Führungsblech sorgt für einen gleichmäßigen Abstand zur Stoffkante und sorgt für eine präzise und gleichmäßige Naht. So habe ich ihn gänzlich für das Absteppen der Taschen, aller Nähte  und Kanten sowie für den RV eingesetzt. Auch bei wenig Nähfußdruck hält der Fuß durch das Führungsblech die Spur und zaubert auch mit höherer Nähgeschwindigkeit ein akkurates Ergebnis.

Der Unterschied zum BERNINA-Nähfüßchen #10 (Schmalkant-Fuß)

Natürlich hat das Nähfüßchen auch Einschränkungen bei der Zweckentfremdung zum Schmalkantfuß. So verläuft zum Beispiel der Bügel auf der Unterseite durchgehend. Das bedeutet, dass der Blindstichfuß nur für das Absteppen auf der linken Seite eingesetzt werden kann. Auch für das Absteppen im Nahtschatten ist er leider nicht geeignet.

Bernina-Nähfüßchen - JOMA-style

Das Nähfüßchen #4 (Reißverschlussfuß)

Noch nie habe ich einfacher und präziser eine Paspel angenäht. Durch die schmale Fußsohle und die offenen Seiten ermöglicht das Nähfüßchen das direkt Nähen an der Nahtkante. Für die Paspelverarbeitung nähe ich immer als Erstes die Paspel im gewünschten Abstand zur Kante an. Erst danach verbinde ich die Schnittteile miteinander. Auch durch mehrere Stofflagen näht das Füßchen bei hohem Nähfußdruck exakt an der Paspelkante entlang. Das Füßchen #5 sorgt anschließend für die akkurate Steppkante.

Bernina-Füßchen - JOMA-style

BERNINA-GIVEAWAY

Du hast heute die Möglichkeit mit einem Kommentar auf meinem Blog das BERNINA-Nähfüßchen #5 (einige Berninas besitzen diesen Fuß bereits als Standard-Füßchen) zu gewinnen. Aber auch die nicht-BERNINA-Besitzerinnen werden heute NICHT leer ausgehen. Denn mir wurden noch eine magnetisches Nadelkissen (ich LIEBE es wirklich sehr) und die aktuelle Inspiration zur Verlosung zur Verfügung gestellt.

Bernina-Nähfüßchen - JOMA-style

Teilnahmebedingungen GIVEAWAY

*  Mit einem Kommentar und der Angabe Deines Wunschgewinnes landest du im Lostopf.

* Den Gewinner werde ich auf dem Blog verkünden. Mit der Teilnahme stimmst Du zu, dass ich Deinen Namen im Gewinnfall veröffentlichen darf.

*  Das Gewinnspiel startet ab sofort und endet am Samstag, 15.10.2016, 22 Uhr.

*  Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre.

* Den unversicherten Versand innerhalb Deutschlands übernehme ich (den Portaufpreis fürs Ausland übernimmt der Gewinner).

Sollten sich die glücklichen Gewinner nicht innerhalb einer Woche per Mail bei mir melden, wird neu gezogen.

Die Gewinner stehen fest:

Sandra B. -> Inspiration

Andrea B. -> Nadelkissen

Kerstin -> Nähfüßchen

Herzlichen Glückwunsch – Ihr habt bereits eine Mail von mir bekommen. Bitte lasst mir kurzfristig Eure Adresse zukommen – danke!

Ich wünsche Dir viel Glück und Morgen sehen wir uns zu RUMS wieder.

 

LG,

Anja

Die Giveaways wurde mir von BERNINA kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Eine Übersicht mit allen BERNINA-Nähfüßchen und ausführlicher Beschreibung findest Du HIER (klick).

Behind the Scenes Bernina

Blick in mein Nähzimmer

11. Oktober 2016
Nähzimmer - JOMA-style

Wolltest du schon immer einmal einen Blick in mein Nähzimmer werfen? Dann hast Du heute bei der Rubrik ‘Nähreich vs. Nähchaos’ von Lillestoff die Möglichkeit dazu:

Nähzimmer - JOMA-style

Mehr Schein als Sein im Nähzimmer?

Aber falls Du glaubst, mein Nähreich würde immer so aussehen, dann muss ich Dich leider enttäuschen. Eine Grundordnung existiert natürlich immer und auch das Chaos hält sich in Grenzen. Aber gerade bei Saisonwechsel, wenn die ganzen bestellten Stoffe eintrudeln, herrscht dann doch ein bissel Unordnung. Denn das was Du auf den Fotos nicht siehst, habe ich für zwei Stunden VOR dem Nähreich gelagert.

Nähzimmer - JOMA-style

Möchest Du noch mehr über mein Nähreich und über die Nähzimmer-Einrichtung wissen? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar. Denn ich habe geplant, auch hier auf dem Blog nochmal näher auf mein Reich einzugehen.

Bis Morgen und LG,

Anja


Nähzimmereinrichtung zu 95% von IKEA

Ovi und Cover von Babylock

Nähmaschine: Bernina B580

Stickmaschine von Brother

Bernina Sew-Along

Jacken-Sew-Along Teil 3 – Ich näh mir meine Herbstjacke | Zwischenstand

23. September 2016

Zwischenstand – Jacken Sew Along | Teil 3

In jeder freien Minute habe ich diese Woche an meiner Herbstjacke genäht und genäht. Den Haushalt Haushalt sein lassen und inzwischen bin ich guter Dinge. Wenn nixx mehr dazwischen kommt, dann kann ich tatsächlich zum Finale des Jacken-Sew-Alongs von Elke|Elle Puls meine Jacke präsentieren.

Jacken Sew Along - JOMA-style

Bereits am Mittwoch konnte ich einen kleinen Ausblick auf meine Jacke auf Instagram präsentieren. Zu diesem Zeitpunkt war ich leicht frustriert. Da ich mich für einen Mantelstoff aus Polytierchen entschieden hatte, musste ich mit der Bügelei ganz schön kämpfen. Alle Nähte, die absteppbar waren, wurden ‘platt’ gesteppt. Aber die Abnäher und Armkugeln ließen sich einfach nicht bändigen.

Tipps und Tricks

Den entscheidenden Tipp für meine beiden Problemfälle habe ich via Insta von Monika von  Schneidernmeistern erhalten. Dämpfen heißt das Zauberwort. Warum bin ich nicht selber darauf gekommen? Inzwischen liegen die Abnäher schön an und die Armkugeln sehen zumindest in der Frontansicht ganz ansehnlich aus.

Habe ich Hilfe bei meinem Projekt benötigt?

Na klar, auch wenn das Ebook von Waffle Patterns sehr gut bebildert ist und bei mir keine Fragen offen geblieben sind, musste ich mir trotzdem bei meinen beiden ‘Mitstreiterinnen’ Dominique und Sindy auf dem #lillestofffestival2016 Hilfe bei der Anpassung des Schnittmusters holen.

Die Mädels haben mich zusammen vermessen und wird sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mindestens 3 cm im Oberteil zur Taille hin verlängern muss. Ebenso im Unterteil fehlten mir 3 – 4 cm für meine Wunschlänge. Obwohl ich über Affenarme verfüge, musste ich genauso wie Sindy die Ärmel erstaunlicherweise NICHT verlängern.

Leichte Unsicherheit machte sich während des Nähens immer wieder breit: Hätte ich doch lieber die Ärmel verlängern sollen, kürzen geht schließlich immer. Oder, warum musste ich in etwa genauso viel wie Dominique und Sindy verlängern, obwohl ich deutlich kleiner bin?

Jacken Sew Along - JOMA-style

Des Weiteren habe ich die Füßchen beim Jacken Sew Along meiner Bernina B580 endlich richtig kennengelernt. Das Füßchen Nummer 5, eigentlich ein Blindstichfuß, habe ich für das schmale Absteppen der Nähte zweckentfremdet. Sehr begeistert bin ich außerdem von der hohen Durchstichkraft meiner Neuen. Dass die Bernina gerade mit dieser Eigenschaft immer wieder glänzt, war mir theoretisch bereits lange bekannt. Aber in der Praxis kam ich aus dem Stauen nicht mehr raus. OHNE Fehlstiche, OHNE Nahtdoppler und OHNE ungleichmaßige Transport hat sie jede Nahtkreuzung ohne Mucken geschafft und hat mir viel Freude bereitet. Somit weiß ich auch schon jetzt, was mein nächstes größeres Projekt werden wird. Hast Du eine Idee, was es werden könnte?

Werde ich rechtzeitig zum Finale fertig?

Wenn der RV (ich musste durch die Verlängerung einen längeren RV bestellen) tatsächlich noch diese Woche bei mir angekommt, dann sehen wir uns in der nächsten Woche MIT Jacke beim Finale.

LG,

Anja


Zutaten:

Manstelstoff von Stoffe.de

Jacken-Schnitt: Pepernoot Hooded Coat von Waffle Patterns – Gr. 38 (mit Verlängerung)

#jackensewalong (Jacken Sew Along) mit und von Elle Puls

Bernina Sew-Along

Jacken-Sew-Along Teil 2 – Ich näh mir meine Herbstjacke

16. September 2016

Bereits in der 2. Woche hinke ich beim Jacken- Sew-Along von Elle Puls hinterher. Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, gar nicht erst in Verzug zu geraten. Aber nicht die Zeit ansich ist Schuld. Sondern zum Einen das Material, das erst Anfang der Woche bei mir eingetroffen ist und zum Zweiten war ich bei meinem Online-Blind-Kauf des Mantelstoffes der Ansicht, dass er bei der angegeben Grammzahl/Meter garantiert genug Volumen mit sich bringt. Mitnichten, denn der Mantelstoff war für eine Fütterung mit normalen Futterstoff viel zu dünn.

sew_along_teil-2-600x590

Also Stepper in der richtigen Farben bei Aktiv-Stoffe bestellt und zusätzlich noch ein bisschen Kunstpelz (richtig richtig teuer – der teuerste Stoff, den ich JEMALS gekauft habe) mit geordert. Diesen muss ich hier heftig verteidigen. Nicht nur die Mädels finden ihn grandios, auch die Katze sieht das Stück Kunstpelz tatsächlich als Spielgefährten an.

Mein Mantel-Material

Den Mantelstoff habe ich tatsächlich aufgrund von Zeitmangel und anderen Widrigkeiten online und ohne Muster bei Stoffe.de bestellt. Das Material fühlt sich toll an, ist aber leider viel zu dünn. Das hätte ich nicht gedacht. Zusätzlich werde ich den Mantel jetzt mit Stepper füttern und da es wirklich nur eine Herbstjacke werden soll, werden die Stofflagen hoffentlich ausreichen.

Sew-Along - JOMA-style

Aufgrund der nicht vorhanden Zeit habe ich tatsächlich das erste Mal ein Ebook plotten lassen. Mehrfach habe ich bereits als möglichen Dienstleister in der Nähbloggerwelt ‘die Plotterei’ wahrgenommen und direkt getestet: Daten Montagmorgen im A0-Format hochgeladen und am nächsten Tag hatte ich die beiden Bögen bereits im Kasten. Schneller gehts nun wirklich nicht und das Kleben von über 60 Seiten habe ich mir gespart.

Sew-Along - JOMA-style

Meine Schnittanpassungen

Mit einer Körpergröße von 1,75 m gehörte ich nicht mehr zum Durchschnitt. Das Ausmessen des Schnittmusters hat ergeben, dass ich das obere Vorder- und Rückteil um mindestens 3-4 cm verlängern muss. Folglich kommt auf mich auch eine mögliche Verlängerung der Unterteile zu. Ich denke, dass es wohl ca. 3-5 cm werden.

Wie sehen die ersten Nähte aus?

Da muss ich leider passen. Dabei freue ich mich wahnsinnig auf das Nähen und die neue Herausforderung. Mehr dazu hoffentlich in der nächsten Woche!

Gibt es Hürden beim Jacken- Sew-Along? 

Ganz bestimmt, aber ich habe sie noch nicht kennengelernt. Auch darüber werde ich in den nächsten Wochen berichten.

Geplant ist, dass ich die Jacke noch mit einigen Details aus SnapPap und Knöpfen aufpeppen werde. Wie genau, weiß ich noch nicht, aber es wird sich hoffentlich im Laufe des Nähens ergeben.

Für das Nähen der Kanten und Paspeln habe ich mir zwei Sonderfüßchen bei Bernina bestellt. Vor meiner Bernina-Liebe war ich der festen Überzeugung, dass ich NIEMALS Gebrauch von den ganzen Sonderfüßchen machen würden. Mitnichten. Jedes Füßchen hat seine Daseinsberechtigung und ich freue mich schon sehr auf den ersten Einsatz.

Jetzt noch schnell zur Arbeit, danach Sachen packen und dann geht’s bereits los zum Lillestoff-Festival: Aufbauen und erstes Treffen mit den anderen Workshop-Dozenten. Wie aufregend.

Bis Morgen auf dem Festival oder bei Instagram (ich werde ganz bestimmt berichten),

Anja


Zutaten:

Mantelstoff, Reißverschlüsse und Paspeln von Stoffe.de

Stepper und Wolfskunstpelz von Aktiv-Stoffe

wird beim #jackensewalong (Jacken-Sew-Along) von Elle Puls verlinkt

Covertest

Der grosse Covermaschinen-Test | Teil 1 | Bernina L220

8. Februar 2016

Der große Covertest – heute stelle ich Euch die Bernina L220 ausführlich vor

 

Viele von Euch haben es bereits via FB und Insta mitbekommen, dass mir der Nähpark die Bernina L220 und die Janome Cover Pro 2000 cpx für meinen ganz persönlichen Covermaschinen-Test zur Verfügung gestellt hat.

Bitte beachtet, dass ich die Maschinen nur rein subjektiv beurteilen kann und dass ich natürlich durch meine eigene BLCS von Babylock voreingenommen in die Tests gestartet bin.

Jede Maschine wird von mir 4 Wochen auf Herz und Nieren getestet. Ich habe die Bernina L220 in den letzten 4 Wochen ausschließlich für alle Coverarbeiten verwendet und hatte sie quasi täglich im Gebrauch.

Vorab habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, welche Punkte mir bei einer Cover besonders wichtig sind:
– perfekte gleichmäßige Nähte, sowohl bei zwei Stofflagen als auch bei acht
– keine Fehlstiche
– akkurater Stofftransport mit gleichbleibenden Nähten über Nahtkreuzungen
– problemlose Garnverarbeitung von Stoffmarkt-Ovigarn (also Billiggarn)

– Einfassen mit Einzel- oder Doppelfaltschrägbinder

Testvorbereitungen

Bevor ich so richtig mit der Bernina L220 durch gestartet bin, musste ich erst für mich meine persönliche Grundeinstellung finden. Ich liebe ‘stramme’ Covernähte. D.h. ich mag Covernähte mit langer Stichlänge und mit wenig Schlaufen. Das bedeutet aber auch, dass meine Covernähte bei wenigen Stofflagen weniger dehnbar sind als die mit kürzerer Stichlänge. Aber darauf werde ich später noch näher eingehen.

Den Anfang macht die Bernina L220. Sie hat bei den ersten Probenähten gewonnen und mir war ein schnelles Erfolgserlebnis zum Teststart-Zeitpunkt wichtig.

 

Bei erster Betrachtung war ich sehr erstaunt, dass der Greifer von der linken statt von der rechten Seite kommt. Ich habe tatsächlich einen Moment gebraucht, um ihn überhaupt zu finden. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, dass die Bernina bereits eingefädelt geliefert wurde. So brauchte ich das Garn nur durch das Verknoten der Fäden wechseln. Puuh.

Auch der doch recht große Nähfuß hat mich im ersten Moment sehr ‘erschreckt’. Wie soll präzises Covern mit so einem großem Fuß mit kleinem Sichtfenster möglich sein? Aber der Nähfuß hat sich als kleines Wunderwerk entpuppt. Später dazu mehr.

Die Einstellung der Bernina L220

Die Bernina L220 war schnell umgefädelt und die ersten Nähte haben mir noch nicht gefallen. Einen halben Abend habe ich benötigt, um die richtige Einstellung für mich zu finden. Sehr verwundert war ich darüber, dass die meisten Einstellungen über die Nadelfadenspannung bzw. über den Nähfußdruck erfolgen.

Letztendlich bin ich bei der Grundeinstellung geblieben und habe lediglich die Stichlänge auf 3 3/4 erhöht. So einfach, aber dafür habe ich trotzdem einen halben Abend benötigt.

Insgesamt habe ich ca. zwei Tage gebraucht, um mich an das Nähgefühl mit der Bernina L220 zu gewöhnen. Bei meiner Nähmaschine habe ich dafür übrigens über einen Monat gebraucht.

Was mir als Erstes in meinem Test und vor allem auch meinem Mann aufgefallen ist, ist die Lautstärke der Cover beim Covern. Man hört sie quasi gar nicht und sie ist mit der Lautstärke einer computergesteuerten (also nicht mechanischen) Nähmaschine vergleichbar. Auch bei mehreren Lagen und Nahtkreuzungen ‘stampft’ sie nicht durch die Stofflagen sondern arbeitet leise und akkurat weiter. Das ist ein großer Pluspunkt bei meinem Mann, der sonst meine Cover bis nach unten ins Wohnzimmer hört.

Die Testphase

Den ersten Covertest  hat die Bernina L220 ganz wunderbar gemeistert und nach ersten Fehlstichen an Nahtkreuzungen und durch das Wechseln auf die ‘schwarzen’ Nadeln (Schmetz JLX2, 90er) meistert sie die Nahtkreuzungen OHNE Probleme. Nachdem Wechseln der Nadeln kam es zu keinen weiteren Fehlstichen! Damit hat sie zwei der wichtigsten Punkten für mich bereits erfüllt.

Ich habe während meiner Testphase so gut wie alle Materialen getestet: Strickjersey, Sommersweat, sehr dünner Jersey, normaler Elasthanjersey, Lederjersey, etc.

Für alle Materialien habe ich mal mehr mal weniger die Nadelfadenspannungen angepasst und habe IMMER vorher Testnähte gecovert, um die richtige Einstellung zu finden. Die Nadelfadenspannungen sind jedoch immer im 3-5er-Bereich geblieben. Das Testen bleibt in der ‘Einnäh’-Phase NIE aus, denn eine Cover verhält sich bereits beim Ändern der Stofflagern meistens schon anders. Ganz geschweige beim Ändern des Materials.

Der dreigeteilte Nähfuß, der mich zuerst erschreckt hat, bringt noch ein kleines feines Add-On mit: Der Nähfuß ist nicht nur ein normaler Cover-Nähfuß, sondern ist gleichzeitig auch ein Ausgleich-Fuß. D.h. gerade bei meine geliebten Schulter-, Ärmel- oder Kapuzennähte gleicht er die Höhe zwischen den Lagen recht und links vom Nähfuß perfekt aus und schafft auch Nahtkreuzungen mühelos. Das macht das akkurate Nähen noch einfacher.

Hocherfreut hat mich außerdem bei meinem Covertest, dass die Bernina L220 im Dauertest ohne Qualitätsverlust sowohl das dünne als auch das dicke ‘Billig’-Ovigarn vernäht. Beide Garne laufen ohne Probleme durch die Maschine. Mir persönlich ist gerade dieser Punkt sehr wichtig, weil ich die Covernähte sehr gerne als Kontrast einsetze und mein Garnbestand dementsprechend wirklich hoch ist und eine Neuanschaffung von Markengarn für mich nicht in Frage kommt.

 

Der Einfasser

Immer wieder habe ich gelesen, dass viele Neu-Cover-Besitzerinnen sich für die BLCS statt für die Bernina entschieden haben, weil es für die Bernina L220 KEINEN serienmäßigen Einfasser gibt. Ich habe mich erkundigt und es gibt Original-Einfasser (Nr. 88), die für die Bernina verwendet werden können. Des Weiteren kann aber auch mit einem Adapter (wird mitgeliefert) der Noname-Einfasser von E..y.com (zum Beispiel) verwendet werden, den ich auch für meine BLCS nutze. Ihr benötigt lediglich noch zwei kleine 3,5er 3mm (danke für den Hinweis, Michael) Schrauben, um den Adapter an der Cover befestigen zu können. Das Anbringen dauert zwar einen Moment länger, aber das Ergebnis und der Preis entschädigen bei diesem Ergebnis.

Bernina L220 - JOMA-style

 

Bernina L 220 - JOMA-style

Wie weiter oben erwähnt, liebe ich stramme Covernähte. Diese werden bei Saumabschlüssen und sehr dünnem Jersey zu unelastisch. Ich behelfe mir dann meistens, auch hier sind Test-Covernähte erforderlich, durch Veränderung des Differential-Transportes. Durch das Dehnen bleibt die Naht elastisch, aber dieses erfordert auch viel Präzision beim Covern: Langsames Nähen, viel Stecken und immer wieder Nachfassen, sonst verrutschen die Stofflagen. Aber mit viel Übung gelingt auch der perfekte und elastische Saumabschluss.

Bernina L220 - JOMA-style

Fazit

Mir hat das Nähen mit der Bernina L220 sehr viel Freude bereitet, ich möchte die Erfahrung nicht missen und sie hat mir das Vermissen nach meiner BLCS wirklich schwer gemacht. Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob es die Janome Cover Pro 2000 cpx im Covertest mit der Bernina aufnehmen kann.
Wer noch mehr über die Bernina L220 erfahren möchte, dem kann ich den Youtube-Kanal von Bernina empfehlen.

#jomastylesgrossercovertest

Covertest

Der Große Cover-Test | Bernina L220 vs. Janome Cover pro 2000 cpx #jomastylesgrossercovertest

12. Januar 2016

Herzlich Willkommen bei meinem großen Covertest – Bernina L220 vs. Janome Cover Pro 2000CPX

Dass meine Cover kaputt ist, habe ich neulich bereits erwähnt. Aber dass sie so richtig richtig kaputt ist und die Reparatur wohl etwas länger dauern wird, habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnt. Das ist wirklich der allergrößte Nachteil an der BLCS: Die langen Reparaturzeiten. Diese sind für mich der persönliche Super-GAU. Ich kann mir mein Nähleben nämlich nur sehr schlecht OHNE Cover vorstellen.
Nun habe ich ein Wahnsinns-Angebot vom Nähpark erhalten und darf die beiden Topseller-Covermaschinen aus dem Nähpark-Sortiment ausgiebig testen. Die nächsten zwei Monate werde ich die Bernina L220 und die Janome Cover pro 2000 cpx genauer unter die Lupe nehmen, die Maschinen einzeln vorstellen und miteinander vergleichen.
Bernina L220

Habt Ihr Lust, mich ein wenig in meiner Testphase zu begleiten? Unter dem Hashtag #jomastylesgrossercovertest könnt Ihr mir auf Insta folgen. Tatsächlich bin ich wirklich sehr gespannt, wie die beiden sich im Covermaschinen-Test gegen meine BLCS schlagen werden.

Meinen ersten Bericht zur Bernina L 220 findet Ihr bereits hier (klick).

Bis bald,
Anja
Beide Maschinen werden mir vom Nähpark für persönliche Testzwecke zur Verfügung gestellt. Deshalb ändert sich meine persönliche Meinung zu den beiden Maschinen natürlich nicht.